Bildungstag

Liebe Leser und Leserinnen

Jedes Jahr gibt es im November einen Bildungstag, den wir alle besuchen, um mehr über ein bestimmtes Thema zu erfahren. Dieser findet während vier Stunden statt.

Dieses Jahr war das Thema – in den Worten unseres Chefs: «Museum gaffen». Dabei ging es darum, dass wir in drei Gruppen jeweils eine unterschiedliche Institution in Winterthur besuchen und nachher unsere Erlebnisse im Plenum präsentieren. Der Fokus sollte darauf liegen, wie die verschiedenen «Präsentationen von Wissen» aufgebaut sind. Das heisst, wie wird das Wissen in den Ausstellungen herübergebracht und was ist für uns ansprechend, was eher weniger? Die Kernfrage, welche wir uns gestellt haben, war: Gelingt es den Museen, uns dazu zu bringen, tiefer einzutauchen, Fragen zu stellen oder uns genauer auf etwas einzulassen?

Eine Gruppe hat das Naturhistorische Museum besucht, die zweite das Gewerbemuseum, und die dritte, zu der ich dazugehörte, das Atelier unseres Chefs, Tom Küffer. Es war eine sehr spannende Erfahrung. Er hat uns darüber erzählt, in welchen Phasen seines Lebens er was kreiert hat, was die tieferen Bedeutungen hinter seiner Kunst sind, welche Techniken er mag und vieles mehr. Was ich besonders Bewunderte an seinem Atelier waren die Ausstellungen von unterschiedlichsten Kunstrichtungen, die er alle stilvoll und mit hoher Begabung vollbringt.

Am Ende des Tages hat noch jede Gruppe ihre Erfahrungen präsentiert. In unserer Gruppe hat jemand eine ausführliche Erklärung gegeben, was wir erfahren haben. Danach hat jeder davon erzählt, was ihn am meisten begeistert hat. Die Gruppe vom Naturhistorischen Museum hat eine lustige Präsentation gehalten, wo sie eine Konversation über das Museum miteinander führten, und witzige Bilder gezeigt haben. Die Gruppe vom Gewerbemuseum hat uns Schlüsselanhänger gezeigt, welche sie erstellen durften, und schilderten ihre Erfahrungen souverän.

Es folgen zwei Interviews mit Lernenden, einer der im Naturhistorischen Museum war und einer, der im Gewerbemuseum war. So habt ihr auch Eindrücke davon.

Naturhistorisches Museum – Lernender E.

Die Dauerausstellung im Museum, welche ich besucht habe, zeigt heimische Lebensräume mit ihren Tieren, Pflanzen und Fossilien und thematisiert zugleich die Landschaftsentwicklung. Ergänzt wird sie durch ethnologische Objekte und Mineralien.

Ich finde, dem Museum ist es gut gelungen die Informationen ansprechend darzustellen, so dass auch nicht so wissensbegierige Personen Interesse an den Details und Fakten finden.

Am besten haben mir die Probefelle zu den einzelnen Tieren gefallen, es war faszinierend zu sehen bzw. spüren, wie sich ein Bär anfühlt.

Meiner Meinung nach lohnt es sich, die Ausstellung im Naturhistorischen Museum zu besuchen und eigene Eindrücke zu machen.

Gewerbemuseum – Lernender A.

Bei meinem Besuch im Gewerbemuseum gab es zwei Ausstellungen, eine trug den Titel «Farben der Architektur» und zeigte die Wirkung von Farben in Gebäuden und Räumen. Die zweite Ausstellung, welche ich mir angesehen habe, hiess «Gib Stoff» und stellte die fantasievollen, farbigen und surrealen Textil- & Musterwerke der Schweizer Textilschaffenden Stéphanie Baechler, Christoph Hefti und Sonnhild Kestler aus.

Das Ziel des Gewerbemuseums ist es, den Besuchern neue Perspektiven auf Alltag und Gesellschaft zu eröffnen, also eine bewusste Wahrnehmung davon, wie Dinge gestaltet und geformt sind.

Ich finde, dem Museum ist es gut gelungen, die Informationen und Kunstwerke spannend und ansprechend darzustellen, sodass sie die gewünschte Wirkung haben. Durch Audiodateien, Videos und scanbare QR-Codes konnte man sich aufwandslos von den Informationen berieseln lassen und dabei entspannen.

Mein Highlight der Ausstellung war die «Kreativecke», denn dort konnte man selbst einen Schlüsselanhänger aus diversen Textilien herstellen.

Wer weiss, vielleicht haben die Eindrücke euch motiviert und inspiriert, selbst eines der öffentlichen Museen zu besuchen.

Text verfasst von Lernende A.

Ein Einblick in die Ausstellung „Gib Stoff!“ von Stéphanie Baechler, Christoph Hefti und Sonnhild Kestler.