Liebe Leser und Leserinnen
Nun ist es so weit und wir sind im Dezember, dem letzten Monat des Jahres 2025, angekommen.
Die Festtage stehen bevor, die Temperaturen sind eisig, überall riecht es nach Glühwein und gebrannten Mandeln und einige Leute rennen gestresst von A nach B, um noch last minute passende Weihnachtsgeschenke zu organisieren.
Firmen haben ihre Weihnachtsessen oder bestellen 200 Geschenkboxen für ihre Mitarbeitenden bei uns.
In der Gustello haben wir, zusätzlich zu unserem Weihnachtsessen, eine weitere Tradition:
Jedes Jahr im Dezember gibt es einen selbstgemachten Adventskalender, bei dem jedes Türchen von jemand anderem vorbereitet wurde. Wir treffen uns alle täglich um 09:50 Uhr und öffnen gemeinsam ein weiteres Türchen. Hinter unseren Gustello Türchen verstecken sich dann kurze Aktivitäten, ein Rätsel oder mit liebe gebackene Zimtschnecken.
Eine, wie ich finde, sehr schöne Tradition.
Doch woher kommt diese beliebte Tradition mit den Adventskalendern?
Der Ursprung liegt weit in der Zeit hinter uns und hat religiöse Hintergründe. Früher hat man mit Kreidestrichen oder Stroh die Tage bis Weihnachten markiert – zum einen, um die Vorfreude anzukurbeln, und zum anderen, um auch ohne herkömmliche Kalender den Überblick zu behalten.
Die ersten Adventskalender im Stil, wie wir sie heute kennen, stammen aus der Deutschsprachigen Region und wurde im Jahre 1908 vom Münchner Verleger Gerhard Lang erstmals auf den Markt gebracht. Damals waren das einfach bedruckte Blätter mit 24 Bildern zum Ausschneiden. Es gab noch keine Türchen zum Öffnen und leider auch keine Schokolade zum Naschen. Erst ab 1920 konnte man die ersten Türchen mit kleinen Bildern dahinter öffnen. Die ersten Schöggeli oder kleinen Geschenke etablierten sich um 1950 und ab da hat sich der Kalender mit der Zeit von selbst modernisiert. Heutzutage gibt es für fast alles einen Adventskalender – von Red Bull über Make-up-Produkte bis hin zu selbst befüllten Tütchen, also alles, was das Herz begehrt.
Die Idee des Adventskalenders stammte übrigens ursprünglich von Gerhard Langs Mutter.
Als Kind war Gerhard in der Adventszeit sehr ungeduldig und konnte es kaum abwarten endlich seine Geschenke zu öffnen. Seine Mutter, genervt von seinem ständigen Gefrage, wann denn nun Weihnachten sei, stellte ihm daraufhin einen Karton mit 24 Keksen, sogenannte «Wibele» auf einen Beistelltisch. Nun konnte er jeden Tag bis zu Heiligabend einen Keks essen und wusste genau, wann er endlich seine Geschenke aufreissen durfte. So entstand aus einer einfachen, aber genialen Mami-Idee eine Tradition, die bis heute Gross und Klein durch die Adventszeit begleitet und begeistert.
In diesem Sinne wünscht Gustello allen Leserinnen und Lesern schöne Festtage und einen guten Start ins Jahr 2026.
Text verfasst von Lernende R.

