Liebe Leserinnen und Leser
Bald ist ein weiteres Schul- bzw. Lehrjahr beendet und die Sommerferien mit Strand und Sonnenbrand rücken näher.
Für alle von uns eröffnen sich neue Chancen:
Beispielsweise bieten sich neue Jobs nach dem Lehrabschluss, wir wechseln in neue Abteilungen im Betrieb oder haben die Möglichkeit, unsere Schulnoten noch ein wenig aufzubessern.
Auch wir vom Blog-Team hatten eine Chance, nämlich, den Designer unseres Gustello-Logos, der grünen Gans, persönlich kennenzulernen. In einem Interview durften wir mehr über Diego Bally und die Zusammenarbeit mit Gustello erfahren.
Für das Interview sind wir in Diegos Büro nach Zürich gefahren, wo wir sehr offen und herzlich begrüsst wurden. Was wir vorher nicht wussten, war, dass Diego auch ein kleines Take-away-Café hat. Das Lokal heisst „Azzurro”. Falls also jemand Lust auf eine leckere Suppe oder frische Panini hat, kann ich das Café an der Weinbergstrasse 95 in Zürich empfehlen.
Wir durften uns in seinem Büro etwas umschauen und er erzählte uns, dass er gerade mitten im Umbau steckte. Diego war bereits vor unserem Treffen sehr fleissig und hatte die Antworten auf die Fragen, welche wir ihm vorab zugesendet hatten, schon vorbereitet. Nach ein wenig Small Talk sind wir schliesslich näher auf die Antworten von Diego eingegangen und haben uns gemeinsam ausgetauscht.
Er hat uns erzählt, wie es zur Zusammenarbeit mit Gustello gekommen ist:
Diego kannte Ruedi, den Vorgänger unseres Chefs Tom, nämlich bereits von früher. Die beiden sind sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder begegnet, als Gustello noch unter dem Namen PMG bekannt war. PMG – Produkte mit Gesicht – gehört heute hauptsächlich zu unserer geschätzten Abteilung „Produkte & Verkauf“, die mit ihren grossartigen Geschenkboxen, gefüllt mit Produkten von lokalen Produzenten, wie z.B. der feinen Schoggi von LaFlor begeistert.
Die Zusammenarbeit entstand aus dem Wunsch nach einem „Rebranding” für Gustello, damals noch PMG. Ruedi wandte sich mit diesem Anliegen an seinen alten Bekannten Diego. Aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit war die Zusammenarbeit sehr kameradschaftlich und, wie Diego sie beschreibt, auf Augenhöhe und von grossem gegenseitigem Respekt geprägt. Dies sind Werte, die auch heute bei Gustello noch eine grosse Rolle spielen und für ein zielgerichtetes Arbeiten unglaublich wertvoll sind.
Diego war schon beim ersten Kontakt mit PMG kritisch bezüglich der Namensgebung, was er Ruedi damals schon mitteilte. Ihm war PMG viel zu unpersönlich und ohne jegliche Emotionalität – für einen Betrieb wie die Gustello einfach unpassend.
So entstand unser Logo aus einem Gedanken an einen Gänsehüter, welcher seine Gänse vorantreibt und beschützt – ein Sinnbild dafür, wie Ruedi die Lernenden hütete und in ihrer Entwicklung förderte. Da sich unser damaliges Angebot vor allem auf Geschenkkörbe und geschmackvolle Lebensmittel beschränkte, passte auch der Name „Gustello“ sehr gut ins Bild –abgeleitet vom „guten Gusto“, also dem guten Geschmack.
Der Austausch mit Diego war eine sehr wertvolle und positive Erfahrung. Für mich als Lernende in der Gustello war es spannend, etwas mehr über die Geschichte meines Betriebes zu erfahren. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Diego für seine Zeit und Offenheit!
Einblick in unser Interview
Würdest du heute immer noch eine grüne Gans als Gustello-Logo wählen?
Ja, die zurückschauende Gans passt gut. Sie ist neugierig und hört zu, will etwas erfahren vom verborgenen Gegenüber, welcher sie aufmerksam anschaut. Und Grün ist die Farbe der Hoffnung und der Natürlichkeit – so lag ein frisches Grün auf der Hand.
Warum ist die Gustello Farbe Grün bzw. genau dieser spezifische Grünton?
Ein helles, frisches Grün symbolisiert am besten das Wachsen und Gedeihen, was ja mit den Lernenden bei Gustello passieren soll. Es passt auch gut zu den angebotenen natürlichen Lebensmitteln in den Geschenkkörben.
Wenn du ein Tier als Logo für deine Firma wählen müsstest, welches wäre das und warum?
Ich denke ein Tier passt nicht unbedingt zu meiner Tätigkeit – vielleicht am ehesten ein Delfin – dieser ist agil und intelligent, was es in gewissem Mass auch für meine Tätigkeit braucht.
Weshalb hast du dich für Identity Branding als Beruf entschieden?
Meine Passion für die Gestaltung, für Design war ausschlaggebend. Alles, was ein Unternehmen visuell kommuniziert, und seine Erscheinung definiert, Architektur, Interieur Design, Kleidung, Kommunikationsmittel und sein Logo als Einheit zusammenfassen zu können, wurde zum meinem Berufsziel.
Was hilft dir am meisten deine Designs zu entwickeln bzw. wie lässt du dich inspirieren?
Ich denke es ist Intuition. Der Prozess beginnt mit der Auseinandersetzung mit der Identität des Unternehmens und seinen Werten. Ich sammle möglichst viele Informationen und bekomme so eine Art inneres Bild. Es bin dann nicht ich der die Idee hat, sondern vielmehr die Idee, die mich findet.
Was ist dein Traumjob und warum?
Ich habe meinen Traumjob – ich hatte das Glück meinen Job selbst wählen zu können.
Text verfasst von Lernende R.

